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Sternsingen 2010 - Pressebericht PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Julia Hollwedel   
Friday, 15. January 2010

Presseartikel und Foto zur freien Verwendung

Sternsinger-Aktion in Uttenreuth wurde von Pfadfindern ins Leben gerufen

Gottes Segen in Häuser gebracht

 

Hoher Besuch am Dreikönigstag in Uttenreuth: Auch in diesem Jahr zogen Kaspar, Melchior und Balthasar von Haus zu Haus und überbrachten Segenswünsche. Rund achtzig Kinder, darunter viele Georgspfadfinder, schlüpften in die Kostüme. Die Aktion wurde von der katholischen Jugend vorbereitet.   

Geld, einen warmen Fleecepullover und einen iPod statt Gold, Weihrauch und Myrrhe. „Das würden die Heiligen Drei Könige vielleicht heute zur Krippe bringen und schenken“, überlegten Monika Stadelmaier, Jara Meier und Luzia Kleiber. Die Mädchen waren eine von 22 Sternsingergruppen, die zusammen als die Weisen aus dem Morgenland loszogen, um in Uttenreuth den traditionellen Segen zu überbringen. Monika Stadelmaier ist Jungpfadfinderin. „Durch die Pfadfinder kenne ich viele andere, die hier mitmachen“, sagte sie. 

Alle Kinder und Jugendlichen trafen sich morgens im Pfarrsaal der Kirche St. Kunigunde. Aufgereiht auf Tischen lagen schon Turbane, Kronen und Kreide bereit. „Die Kostüme gehören den Pfadfindern vom Stamm St. Kunigunde. Mütter der Pfadfinder haben sie genäht und gebastelt, als die Pfadfinder die Uttenreuther Sternsingeraktion vor Jahren ins Leben gerufen haben“, sagte Timo Schleifer vom Vorbereitungsteam. Seit Jahren hilft der Georgspfadfinder bei den Vorbereitungen. Er verteilte Straßenkarten an die Sternsinger. „Wir haben das Gebiet in Parzellen aufgeteilt. Jedes Team bekommt eine Karte mit ihren Straßenzügen“, erklärte er.

Nur die Gruppe von Betreuerin Charlotte Ott brauchte keine Orientierungshilfe. „Wir sind die Spezialgruppe und besuchen Einrichtungen wie das Seniorenheim oder  die Station für psychisch Kranke“, sagte sie. „Ich bin seit über zehn Jahren mit dabei und mir würde etwas fehlen, wenn ich an diesem Tag woanders wäre“. Der gleichen Meinung war auch Schülerin Nicole Eromin. „Ich laufe gerne mit. Wenn ich jemanden auf der Straße treffe, weiß ich oft durch die Sternsinger, wo der dann wohnt“ sagte die 9-Jährige schmunzelnd. Die Kinder zogen ihre Kostüme über, setzten sich die Kronen auf und bekamen ihre Ausrüstung: Der Stab mit dem goldenen Stern, das Weihrauchfässchen und die plombierte Sammelbüchse. Das Leitwort der Sternsingeraktion in diesem Jahr lautete „Kinder finden neue Wege.“

Die Sternsinger zogen mit Pfarrer Josef Dobeneck in feierlicher Prozession zur Aussendungsfeier in die Kirche. „Heute gibt es keine Predigt, weil ihr die Predigt seid“, betonte der Dekan „Dank eures Einsatzes erreichen wir heute an einem einzigen Tag so viele Menschen.“ Die Gruppen machten sich mit dem traditionellen Programm, das aus Liedern, Sprüchen und Segen besteht, auf den Weg. Jede Gruppe wurde von zwei Betreuern begleitet, die zum Beispiel beim Anzünden des Weihrauchs halfen. Wie die Jugendlichen Felix Walser und Timo Stasch. „Den Weihrauch nicht direkt in die Wohnung schwenken. Sonst können Rauchmelder losgehen“, mahnten sie ihre Gruppe auf dem Weg zu den ersten Häusern. Sie blieben im Hintergrund während ihre Schützlinge sangen, die Segenswünsche überbrachten und Spenden entgegen nahmen. Die Uttenreuther freuten sich und belohnten die Sternsinger neben einer Spende für sozial benachteiligte Kinder zusätzlich mit Süßigkeiten. Der dpsg- Stamm St. Kunigunde kümmerte sich auch um das Mittagessen: Insgesamt 10 kg Nudeln und Töpfe voll Geschnetzeltem warteten auf die hungrigen Könige. Die Aktion dauerte den ganzen Tag und endete erst gegen Abend. Eines stand schon früh fest: Nicht nur Jesus würde sich heute über einen neuen Fleecepullover freuen. Auch die Sternsinger waren bei Minus 4 Grad glücklich, unter den Kronen Ohrenschützer und Mützen zu tragen.     

Herzlichen Dank an alle Spender und Helfer, insgesamt wurden an diesem Tag 13.620€ gespendet. Mit den Spenden aus Kalchreuth macht dies 20.450€.

 

Hintergrundinformation: Das passiert mit den Spenden

In Uttenreuth werden die Spenden aufgeteilt: Eine Hälfte geht immer an Pater Brumberger in Bolivien. Pfarrer Josef Dobeneck erläutert das Projekt: „In Bolivien müssen die Kinder oft weite Wege zur Schule zurücklegen. Die vielen Kilometer können sie nicht jeden Tag bewältigen. Deswegen baut Pater Brumberger an Schulorten Internate. Dort bleiben die Kinder die Woche über, um die Schule besuchen zu können. Am Wochenende können sie dann nach Hause zu ihren Eltern. Außerdem gibt es Projekte zur Wasserversorgung.“ Im Wechsel werden mit der anderen Hälfte des gesammelten Geldes ein katholisches oder ein evangelisches Projekt unterstützt. In diesem Jahr sammelten die Sternsinger für die Straßenkinderhilfe in Buenos Aires.

Letzte Aktualisierung ( Friday, 15. January 2010 )
 
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